Birgit Sass
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Materialien

Zuchtperlen

Für die Gestaltung meiner Ketten verwende ich gerne Zuchtperlen. Sie gehören mit zu den edelsten Materialen, die die Natur hervorbringt.

Der Zusatz "Zucht" bedeutet, dass der Mensch durch verschiedene Verfahren die perlenerzeugenden Muscheln zum Produzieren von Perlsubstanz anregt, woraus dann nach einer gewissen Wachstumszeit eine oder mehrere   Perlen aus der Muschel entnommen werden können. Bei allen von mir verarbeiteten Perlen handelt es sich um Zuchtperlen. Naturperlen dagegen entstehen völlig zufällig ohne ein Eingreifen des Menschen. Sie sind auf Grund ihrer Seltenheit und ihres hohen Preises nur einem kleinen Kundenkreis zugänglich.

Perlen allgemein lassen sich unterteilen in Süßwasser- und Salzwasserperlen.

Salzwasserperlen

Salzwasserperlen wurden zuerst in Japan gezüchtet, wo sich auch heute noch das Hauptzucht- und Verarbeitungsgebiet befindet. Man unterscheidet die Akoyaperlen in Größen bis zu ca. 8 mm von den Südseeperlen, die eine durchschnittliche Größe von über 10 mm aufweisen. Eine Besonderheit unter den Südseeperlen stellt die Tahitiperle dar.

Bei der Produktion der Salzwasserperlen wird ein runder Kern in die Muschel eingesetzt, um den die Muschel eine Schicht aus Permutt   lagert. Die Dicke dieser Schicht ist in 1. Linie abhängig von der Wachstumszeit, aber auch dem Klima und anderen äußeren Einflüssen. Durch wirtschaftliche Zwänge und erhöhte Nachfrage wurde die Wachstumszeit speziell bei den in Japan produzierten Akoyaperlen immer weiter reduziert, so dass die aufgelagerte Perlmuttschicht heute oft deutlich unter 0,5 mm liegt. Diese geringe Schicht hat unmittelbaren Einfluß auf die Haltbarkeit und den Lüster (Glanz) der Perlen, weswegen ich diese Perlen nur auf ausdrücklichen Wunsch verwende.

Eine Alternative bieten hier die aus der Südsee stammenden Perlen, genannt Südseeperlen.

Südseeperlen

Durch die größere Wärme in diesen Gewässern und die noch praktizierten längeren Wachstumszeiten ist die auf den Kern gelagerte Perlschicht deutlich über 1 mm. Sie liegt teilweise sogar in Bereichen von mehreren Millimetern. Allerdings sind auch hier schon Qualitätsrückgänge zu verzeichnen, da die immer größer werdende Nachfrage nach diesen exklusiven Perlen nur durch eine Verringerung der Wachstumszeit befriedigt werden kann.

Die Exklusivität begründet sich neben der schon angesprochenen Qualität in der Größe dieser Perlen. Die Zucht dieser großen Perlen gelingt in einer Muschelart, die nur in der Südsee heimisch ist. In einer besonderen Variante dieser Muschelart wachsen besondere Perlen, die Tahitiperlen.

Tahitiperlen

Diese weisen zusätzlich zu den o.g. Merkmalen eine Farbvarianz auf, die nur bei ihnen zu finden ist. Es gibt sie in gräulich, bläulich bis hin zu schwarz. Genauso können sie grün, gold oder pfauenartig schimmern und jede Perle ist für sich schon ein Unikat und damit wie geschaffen zur Gestaltung meines individuellen Schmucks. Es gibt diese Tahitiperlen seit den 90er Jahren auf dem Markt. Nach einer kurzen Zeit der Skepsis begeistern sie einen immer größer werdenden Kreis derjenigen, die das Besondere zu schätzen wissen. Sie sind der Mercedes unter den Perlen und haben einen entsprechenden Preis. Doch ich habe Kombinationen gefunden, die auf der einen Seite die Exklusivität der Perle zum Ausdruck bringen, auf der anderen Seite bezahlbar sind.

Süßwasserperlen

Die von mir verwendeten Süßwasserperlen kommen hauptsächlich aus China. Sie haben in der Regel keinen Kern, das heißt die Perle besteht aus reiner Perlsubstanz.   Es gibt sie auch in der klassischen runden Form, doch ich verwende bevorzugt die breite Palette von unrund bis hin zu den ungewöhnlichsten Phantasieformen. Die Oberfläche weist bei den unrunden Formen oft eine Kräuselung auf und eine Seite ist abgeflacht. Die häufigste Farbe ist weiß, daneben kommen aber auch Pastelltöne wie creme, rosa, lachs, aprikot vor bis hin zu intensiven Farben wie orange, mauve und violett. In den letzten Jahren sind zusätzlich auch gefärbte Perlen auf den Markt gekommen. Es gibt sie in schreienden Farben aber auch in vielen, natürlich aussehenden, die der Laie meist nicht als künstliche Färbung erkennt. Diese hat den Nachteil, dass durch sie die äußere Schicht der Perle angegriffen wird, was sich nachteilig auf die Haltbarkeit auswirken kann. Ich verwende daher diese Perlen   nur auf ausdrücklichen Wunsch. Lieber erziele ich die gewünschte Farbigkeit durch die Kombination mit Edelsteinen.

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